“via” oder was jetzt?
Heute hat mich doch echt ein Phänomen überrascht. Nach Anfänglichen Startschwierigkeiten scheint mein Aufruf doch einige Leute dazu bewogen zu haben Ihre Meinung in Ihren Blogs kund zu tun. Sei es Jeriko, der mit seinen 450 bis 600 Besuchern täglich behauptet weit entfernt von einem “großen” Blog zu sein. Oder sei es StyleSpion, der allgemein die Frage stellt ob sich die Wahrnehmung gegenüber Blogs verändert hat und wo die Blogs eigentlich 2009 stehen? Selbst Robert ist der Meinung, dass der Hype um Blogs gelaufen scheint.
Schon Interessant!
Heute habe ich mit Kai eine Interessante Unterhaltung gehabt. Hauptaugenmerk war auch diesmal das Verlinken auf andere Blogs. In meinem Aufruf bemängelte ich die Umsetzung der Verlinkung zu anderen Blogs sowohl von einige “großen” als auch “kleinen” Blogs. Einige finden es vielleicht lächerlich andere haben wiederum Verlustängste der Leserschaft an andere Blogs wenn sie mit “via” verlinken.
Man bedenke!
Fakt ist nun mal das die Verlinkung via “via” unbedingt gebraucht wird. Egal ob “großes” oder “kleines” Blog. Nur durch die Verlinkung wird der zusammenhalt aller Blogs gewährleistet.
Es ist nicht lächerlich, und erst recht muss man keine Panik haben, dass der Besucher nach dem folgen des Links für immer verschwindet. Im Gegenteil. Wenn Interessante Themen für den Besucher auf dem jeweiligen Blog sind, wird er immer wieder kommen.
Mal zum Nachdenken!
Was denkt Ihr? Panik mache?, Wahrheit?, oder schiebt Ihr das ganze auch auf das Wetter?
Tags:Bloggen, Inside
16 Kommentare
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Ich sehe das sehr ähnlich
Wenn ich mir überlege wieviele wirklich geile Blogs ich durch die via’s kennengelernt habe (inkl. diesem) wäre es sehr sehr schade wenn noch mehr via’s wegfallen würden.Ausserdem ist es doch ein tolles gefühl wenn man mit seinem Blog das erste mal verlinkt wird und spornt enorm dazu an sein Blog weiter zu betreiben.
Just meine sicht der Dinge :D
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Komme gerade per Link von Stylespion … Die Via-Verlinkung ist ohne Frage unverzichtbar, und zwar am besten unter Verwendung des Blognamens als Linktext. Damit die Leute, die einem eine Idee liefern, noch mehr davon haben. Ich mache das auch auf Facebook: Link, Video oder Bild und dazu der Hinweis “Gefunden auf …”. Das Absaugen und Präsentieren von Bildern ohne Credits geht mir in den Netzwerken komplett auf dem Geist. Ist unter Neulingen aber leider weitverbreitet. Hübsches Blog hast du übrigens (was ich neidvoll bekennen muss).
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Überlege gerade, ob ich mich wirklich zu Davids Kommentar Auch wenn ich das Verlinken auf die ganz großen nicht gerne mache. Denn die haben es nicht nötig und sind meist selbst nicht die ursprüngliche Quelle. Lieber bis zum ersten Blog durchklicken, von dem der Post tatsächlich stammte. äußern soll. Vielleicht morgen.
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*Unterschreib* – Das (via) ist ja nicht nur gut um die Quelle anzugeben.
Oft werde ich durch Trackbacks/Pingbacks mittels des (via) auch auf Blogger aufmerksam, die zwar bei mir mitlesen aber eventuell noch nie kommentiert haben.
Ich versuche IMMER eine Quelle anzugeben. 1. wegen der Vernetzung und 2. Linklove FTW!
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Bereits im Februar tat ich meine unbedeutende Meinung kund:
http://stadt-bremerhaven.de/blogger-abmahnung-blogroll-linkarmut-und-gekuerzte-feeds/
Irgendwie dauernd das Gleiche…
Aber via muss sein, aber GANZ GANZ viele kleine Pis**r (sorry!) kriegn das nicht gebacken.
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Also ich halte dieses via oder allgemein eine Quellenangabe für extrem wichtig. Auf der einen Seite ist es einfach ein Service für den Leser, der dann sieht, woher ich den Content bezogen habe, dass er selbst mal schauen kann, wo das herkommt. Den Gedanken, dass ich damit einen leser verlieren würde, hatte ich nie… eher dachte, dass, wenn ich so den Leser verliere, er eh nichts bei mir verloren hatte, weil ich ja noch ein bisschen mehr biete (-n will), als nur ein paar Videos, Kunstkram und sonstiges Zeug, das ich im Netz finde.
Auf der anderen Seite erkennt man damit ja auch die Leistung des Quellblogs an, etwas Cooles gefunden zuhaben. Früher hat man den Hut gezogen, heute verlinkt man – so sehe ich das zumindest. Ehre, wem Ehre gebührt und so.
Allerdings muss ich auch sagen, dass die großen Blogs, als die mit 1000+ Usern, da auch eine ziemliche Machtposition innehaben. Wenn diese jetzt auf einen kleinen Blog verlinken, kann das deren Besucherzahlen locker verdrei- oder gar vervierfachen, das vielleicht sogar über einen längeren Zeitraum, wenn die verlinkten Blogs entsprechend gut sind. Wenn die großen Blogs die kleinen jetzt aber völlig ignorieren, könnten diese sie quasi aushungern… ist etwas drastisch formuliert, aber sicher nicht ganz unwahr.
Unterm Strich also: Quellenangabe muss sein. Das haben wir schon in der Schule gelernt und ist einfach auch eine Sache des Anstands.
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@ Kai: Oh, warum denn? Hab ich jetzt was Schlimmes gesagt? In einer wissenschaftlichen Arbeit würde man doch auch auf die tatsächliche Quelle verweisen, und nicht auf irgendwen, der die Quelle erwähnt hat, oder? Klar, ein “via” ist was anderes, bedeutet vielmehr “da habe ich es gefunden” aber ich finde das blöd, wenn ein Nerdcore, der quasi nur andere Blogs aggregiert, für alle Funde die Credits einheimst und die kleinen Blogs, von denen er seinen Content hat, bekommen zwar von ihm einen Link, von allen anderen aber nicht, die verweisen nur auf das große Blog. Gerade dadurch werden doch die großen Blogs immer mehr verlinkt und die kleinen bleiben unbekannt.
Am Besten wäre es, man würde Originalquelle + Fundort verlinken. Aber das ist ja mit dem Linkgeiz der meisten Blogger überhaupt nicht mehr vereinbar.
Du kannst aber beruhigt sein, Kai. Ich verlinke immer auf das Blog, auf dem ich etwas gefunden habe. Oder auf den Twitter-Account desjenigen, der mich auf etwas aufmerksam gemacht hat. Funde von den bekannten Riesenblogs verwende ich meist gar nicht, den warum sollte ich posten, was eh schon jeder gelesen hat?
Ich sage nur, dass ich das auch nicht ideal finde.
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@Roman: Du hast es gesagt. Das Verlinken soll Spaß machen. Danke für das “wirklich geile Blog” ;) Schein ich ja doch was richtig zu machen.
@rp__ : Ob mit Bezug auf dem Namen oder in “via”. Hauptsache es wird überhaupt Verlinkt. Und Danke dir. Kann das Kompliment nur zurückgeben. Schön minimal. ;)
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Ich sehe das [via] absolut nicht als Verlust der Leser, im Gegenteil rechne ich dabei sogar mit einem Gewinn neuer Leser, da der via-Link ja normalerweise in dem Quellblog als Trackback auf taucht, und wenn nur einer von dort auch wieder zu mir klickt hat sich das schon gelohnt. Deshalb habe ich auch kein Problem damit A-Blogs zu linken, schließlich kann ich von denen den meisten Trackbacktraffic erwarten.
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Noch ein Nachtrag zur Verlinkungspraxis: Es kommt natürlich darauf an, welches Themenfeld ein Blog bespielt. Bei Geek- und Pop-Fundstücken hängt der “Nachrichtenwert” eines Beitrags meist von dessen Neuigkeit ab. “Ich hab’s als Erster entdeckt!” ist wohl bei vielen eine Motivation, einen Beitrag dazu ins Netz zu stellen. Dadurch entsteht Konkurrenzkampf und unfaires Verhalten. Jemand, der sich mit einem Beitrag an einer Debatte beteiligen will (wie du mit diesem hier), verlinkt natürlich, er will ja von den anderen Beteiligten wahrgenommen werden.
Und mal ehrlich: Der “Markt” für Obskures und Geek-Kram ist ziemlich übersättigt. Zu den Blogs kommen die Myriaden von Tumblogs, die nichts anderes machen (bei denen scheint es mit den Credits übrigens zu klappen). Wer da neu mit einsteigt, hat zwangsläufig ein Problem.
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Full Ack! In meinem Tech/Geek-Blog Nerdclub.de (wenn das für dich Werbung sein sollte entfern es bitte) steht unter jedem Beitrag die Quelle, ausser ich habs irgendwo wirklich selbst gefunden. Ich finde das sollte immer so sein. So hat sich die Blogosphäre damals vernetzt und das “Fehlen” dieser Verlinkungen führt zu dem aktuellen “Blogtief”
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@Tapedeck : Schon erledigt ;)
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Herzlichen Dank. Eigentlich kannst den 2. Kommentar dann auch löschen ;)
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@Tapedeck : Auch dieses ist geschehen ;)
@all: Schon mal ein herzliches Dankeschön an Euch alle für Eure tollen, subjektiven, Kommentare. Ich freue mich auf weitere.
Ein positiver Aspekt bei mir. Durch diese Aktion habe ich schon wieder ne menge neuer Interessanter Blogs kennen gelernt, die in meinen Reader gelandet sind.
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Hype um Blogs verschwunden? Mitnichten, würde ich behaupten. Ich war selbst überrascht, wie gut unser kleines Projekt http://zockworkorange.com gestartet ist, das wäre in einem anderen Medium nie möglich gewesen. Blogs bieten jedermann die Möglichkeit, mit wenig Mitteln eine große Leserschaft zu erreichen. Klar, Blogs werden nicht mehr so gehyped, jeder kennt sie mittlerweile. Aber stattdessen haben sie sich neben Printmedien und TV so eingegliedert, dass sie teilweise gleichberechtigt behandelt werden. In einer deutschen Videospielezeitung wurde letztens im Editorial ein bisschen gegen Blogs gehetzt, was mir zeigt: die Großen im Printbereich haben noch immer ein bisschen Angst vor uns. Mehr noch als früher vielleicht, weil sich zwischen den tausenden Spaßbloggern ein paar ernsthafte Konkurrenten herauskristalisiert haben.
Und zu der via-Thematik: ich verlinke grundsätzlich. Auch wenn ich das Verlinken auf die ganz großen nicht gerne mache. Denn die haben es nicht nötig und sind meist selbst nicht die ursprüngliche Quelle. Lieber bis zum ersten Blog durchklicken, von dem der Post tatsächlich stammte.
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